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Kinderkliniken des Inselspitals

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Aktuelles aus den Kinderkliniken


Aktuelle Indikationen für den Einsatz von Wachstumshormon


Ein neues von Prof. P. E. Mullis herausgegebenes und zum Teil mitverfasstes Buch (s.Titelbild) beschreibt die aktuellen Indikationen der Wachstumshormontherapie beim Menschen. Der umfassende Band enthält auch Kapitel über die Evidenz der Wirksamkeit, über die Sicherheit rekombinanter WH-Produkte, über die Diagnose des WH-Mangels und über den Einsatz von WH in allen Altersgruppen.

Kontakt: Prof. P. E. Mullis
 
 

 


Ein Gewürz als Medikament gegen Schleimhautschäden nach Krebstherapie?


Die Arbeitsgruppe von Frau Dr. Sonja Lüer (Oberärztin für pädiatrische Onkologie) und dem Institut für Infektionskrankheiten der Universität Bern befasst sich mit den entzündungshemmenden Eigenschaften von Curcumin, einem seit Hunderten von Jahren bekannten Gewürz (Kurkuma), das dem Curry seine charakteristische gelbe Farbe gibt und in der ayurvedischen Heilkunst eine lange Tradition geniesst. Die Forschergruppe konnte mit naturwissenschaftlichen Methoden zeigen, dass Curcumin Schleimhautzellen von Mund und Rachen vor dort ansässigen Bakterien schützt und ein hohes Potential hat, Bakterien-verursachte Entzündungen zu hemmen. Weil Curcumin nur auf Schleimhautoberflächen wirkt und kaum ins Körperinnere aufgenommen wird, kommt es als Mundspüllösung für die sog. „Mucositis“ in Frage, einer äusserst schmerzhaften Komplikation der Chemotherapie von Krebskrankheiten. Die Resultate dieser Arbeit wurden in der Zeitschrift Journal of Supportive Care in Cancer publiziert. Weitere Arbeiten sind nötig, um zu etablieren, ob diese Laborresultate auch auf den Menschen anwendbar sind.

Kontakt: Dr. med. Sonja Lüer


Risikofaktoren für schwere Neugeboreneninfektionen identifiziert


Die Arbeitsgruppe von Dr. Luregn Schlapbach, Oberarzt für pädiatrische Intensivmedizin, hat in Zusammenarbeit mit Experten aus Dänemark, mehrerer Bluteiweisse bei Neugeborenen identifiziert, die bei geringer Konzentration im Nabelschnurblut das Risiko für schwere bakterielle Neugeboreneninfektionen signifikant erhöhen. Dabei handelt es sich um Komponenten der sogenannten „angeborenen Immunität“, also einem System, das Kinder bereits ab dem ersten Lebenstag schützen soll. Die Resultate dieser Studie erklären zum Teil die Empfindlichkeit gewisser Neugeborener für schwerer Infektionen und konnten in der renommierten Zeitschrift „Clinical Infectious Diseases“ publiziert werden.

Kontakt: Dr. Luregn Schlapbach


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