Aktuelles aus den Kinderkliniken


Fortbildungszyklus 2015/2016: Endokrinologie - Diabetes

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Auch in diesem Jahr laden wir Sie freundlich zum Fortbildungszyklus Endokrinologie – Diabetologie ein.
Erneut haben wir für Sie ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Im Anschluss an die jeweils ca. 45 Minuten dauernde Präsentation bleibt noch Zeit um Fragen zu diskutieren.

Hier gehts zum Programm


Minisymposien Kinder- und Jugendmedizin und Kinderchirurgie 2015


12th European Postgraduate Course in Neonatal and Pediatric Intensive Care Medicine 2017

Vom 16. - 18. März 2017 findet der "12th European Postgraduate Course in Neonatal and Pediatric Intensive Care Medicine" am Inselspital in Bern statt.

Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen.

Alle weiteren Informationen finden Sie auf unserer Webseite www.intensivecarecourse.com


Lebensbedrohliche Haut- und Schleimhaut entzündungen beim Kind (Toxisch-epidermale Nekrolyse und Stevens-Johnson Syndrom)

Dr. Roland Gerull, Oberarzt für Neonatologie und Intensivmedizin an unserer Klinik, und seine Mitarbeiter haben eine umfassende Übersichtsarbeit über die beiden genannten Krankheitsbilder verfasst und in der neuesten Nummer der renommierten Fachzeitschrift Critical Care Medicine publiziert.  Ausgelöst durch banale Infektionen oder Medikamente können diese Entzündungen zu verbrennungsartigen Zustanden führen, die bis zu 50% der Körperoberfläche erfassen können. Die Ursache ist nicht vollständig geklärt. Eine erfolgreiche Behandlung erfordert das Wissen verschiedenster Spezialisten (Intensivmediziner, Chirurgen, Dermatologen, Augenärzte, Verbrennungsspezialisten etc.).

 
Kontakt: Dr. Roland Gerull


Spezieller Immundefekt als Ursache für nekrotisierende Enterokolitis

Eine interdisziplinäre schweizerisch-dänische Forschungsgruppe unter der Leitung von Dr. Luregn Schlapbach (Oberarzt Abteilung für Pädiatrische Intensivmedizin) beschreibt weltweit erstmals zwei Neugeborene, die an einer gefährlichen Komplikation der Frühgeburtlichkeit erkrankten (nekrotisierende Enterokolitis) und bei denen ein Defekt im Bereich der angeborenen Immunität nachgewiesen werden konnte (Mangel an H-Ficolin). Die nekrotisierende Enterokolitis ist eine häufige, ursächlich noch nicht geklärte Darmentzündung frühgeborener Kinder, die oft zu chirurgischen Komplikationen führt (Perforationen der Darmwand, Absterben von Darmsegmenten). Obwohl der Mangel an H-Ficolin nur für einen kleinen Teil dieser Fälle verantwortlich sein dürfte, verbessert er unser Verständnis der Krankheitsentstehung und dient als Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen. Die Arbeit wurde als Letter in der renommierten Zeitschrift GUT publiziert.

Kontakt: Dr. med. Luregn Schlapbach



Ein Gewürz als Medikament gegen Schleimhautschäden nach Krebstherapie?

Die Arbeitsgruppe von Frau Dr. Sonja Lüer (Oberärztin für pädiatrische Onkologie) und dem Institut für Infektionskrankheiten der Universität Bern befasst sich mit den entzündungshemmenden Eigenschaften von Curcumin, einem seit Hunderten von Jahren bekannten Gewürz (Kurkuma), das dem Curry seine charakteristische gelbe Farbe gibt und in der ayurvedischen Heilkunst eine lange Tradition geniesst. Die Forschergruppe konnte mit naturwissenschaftlichen Methoden zeigen, dass Curcumin Schleimhautzellen von Mund und Rachen vor dort ansässigen Bakterien schützt und ein hohes Potential hat, Bakterien-verursachte Entzündungen zu hemmen. Weil Curcumin nur auf Schleimhautoberflächen wirkt und kaum ins Körperinnere aufgenommen wird, kommt es als Mundspüllösung für die sog. „Mucositis“ in Frage, einer äusserst schmerzhaften Komplikation der Chemotherapie von Krebskrankheiten. Die Resultate dieser Arbeit wurden in der Zeitschrift Journal of Supportive Care in Cancer publiziert. Weitere Arbeiten sind nötig, um zu etablieren, ob diese Laborresultate auch auf den Menschen anwendbar sind.

Kontakt: Dr. med. Sonja Lüer 


Risikofaktoren für schwere Neugeboreneninfektionen identifiziert

Die Arbeitsgruppe von Dr. Luregn Schlapbach, Oberarzt für pädiatrische Intensivmedizin, hat in Zusammenarbeit mit Experten aus Dänemark, mehrerer Bluteiweisse bei Neugeborenen identifiziert, die bei geringer Konzentration im Nabelschnurblut das Risiko für schwere bakterielle Neugeboreneninfektionen signifikant erhöhen. Dabei handelt es sich um Komponenten der sogenannten „angeborenen Immunität“, also einem System, das Kinder bereits ab dem ersten Lebenstag schützen soll. Die Resultate dieser Studie erklären zum Teil die Empfindlichkeit gewisser Neugeborener für schwerer Infektionen und konnten in der renommierten Zeitschrift „Clinical Infectious Diseases“ publiziert werden.

Kontakt: Dr. Luregn Schlapbach