Psychologische Begleitung von chirurgisch hospitalisierten Kindern und ihren Familien

Verkehrsunfälle, Verbrennungen oder andere schwere Verletzungen können Kinder, Jugendliche und ihre Angehörige in grosse Angst und Unsicherheit stürzen und bei allen Familienmitgliedern zu psychischen Belastungen führen. Es hat sich gezeigt, dass die Behandlung der seelischen Belastungen für die Genesung der betroffenen Kinder und Jugendlichen ebenso wichtig ist wie die Behandlung der körperlichen Verletzungen.

Die Psychologin auf der Kinderchirurgie wird beigezogen bei:

  • Kindern/Jugendlichen und deren Angehörigen nach schwerwiegenden Unfällen und Verletzungen (Verkehrsunfällen, Verbrennungen)
  • Kindern/Jugendlichen, die länger hospitalisiert sind und/oder mehrfach operiert werden müssen
  • Kindern/Jugendlichen, bei denen aufgrund fehlender organischer Befunde der Verdacht auf eine psychosomatische Störung besteht
  • Kindern/Jugendlichen, bei denen Belastungssymptome auftreten (übermässige Angst, Anpassungsstörung, Verhaltensauffälligkeiten)
  • Kindern mit einer angeborenen Fehlbildung, (z. B. Lippen-Kiefer-Gaumenspalte), welche einer längerfristigen chirurgische Behandlung bedürfen


Mit einer spezifischen und frühzeitigen psychologischen Begleitung soll den Kindern und Familienangehörigen eine bessere Verarbeitung des (Unfall)Traumas ermöglicht werden. Das Ziel ist es, die körperliche und seelische Integrität der betroffenen Kindern und Jugendlichen zu sichern, damit der Wiedereinstieg in den Alltag besser gelingt. Die psychologische Behandlung erstreckt sich dabei nicht nur auf den stationären Aufenthalt, sondern schliesst die ambulante Nachbetreuung mit ein.